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Wenn man bei diesem "Amtsarzt" sitzt, meint man, der hätte fast keinerlei Unterlagen oder Infos vorher, solche Fragen und Mutmaßungen stellte er.

Außerdem hatte ich das Gefühl, dass er bei Menière auf dem Kenntnisstand von vor 20 Jahren ist, nach dem Motto, bei einer Gentamycin-Behandlung würde man auf jeden Fall taub, da das G. giftig für den Hörnerv sei. Er konnte erst gar nicht verstehen, dass bei mir noch ein Resthören vorhanden und nicht alles weg ist. Und so in der Art ging das noch weiter. Ich hatte wirklich den Eindruck, ich bin über MM und die Behandlungsmöglichkeiten besser informiert als er. Dabei weiß ich sicher vieles nicht.

Als ich auf einige seiner Mutmaßungen Erklärungen geben wollte, meinte er, ich solle ihn doch erst mal ausreden lassen, so kämen wir nicht weiter. Ich musste mich ziemlich zusammenreißen, dass ich meinen ganzen Frust nicht an ihm ausgelassen habe.

Nur, weil ich dann nicht sofort auf seine Bemerkungen reagieren konnte, war es für mich schwierig, hinterher noch viel dazu zu sagen. Da war dann einfach die Luft raus. Nur mein Blutdruck war dann bei einer Messung auf 160, obwohl ich sonst eher zu niedrigen habe.

Der TT und Hyperakusis sind gar nicht mehr groß zur Sprache gekommen, obwohl die ja auch sehr belastend sind.

Langer Rede "kurzer" Sinn:

Nach ansatzweiser Überlegung, ob ich eventuell versuchsweise in einer Wiedereingliederungsmaßnahme ein paar Stunden arbeiten könnte, kam er schnell zu dem Schluss, dass für mich auf jeden Fall erst einmal ein Reha-Aufenthalt wichtig sei. Am besten in einer psychosomatischen Klinik.

Auf meinen Einwand hin, dass es doch wichtig sei, dass die behandelnden Ärzte dort sich mit TT und MM gut auskennen, meinte er, das ginge wohl auch in einer allgemein psychologischen Therapie.

Ich müsse Abstand von der familiären Behütung und Begleitung finden, sonst würde ich gar nicht mehr auf die Beine kommen.

Es sei nicht normal, dass ich auch außerhalb der eigentlichen Attacken noch so sehr mit dem Gleichgewicht kämpfe und so wackelig sei. Der Gleichgewichtstest mit geschlossenen Augen war ein Krampf - ich habe so gewackelt, dass ich die Augen einfach immer wieder aufmachen musste (war für mich kein Wunder, da ich ja gestern noch eine Attacke hatte, da geht es mir am nächsten Tag meist noch nicht wieder richtig gut. Das kennen bestimmt alle, die schon länger mit MM zu tun haben.)

Er meinte, man brauche keine zwei Gleichgewichtsnerven (das weiß ich selbst!), mein Gehirn müsse sich mittlerweile an diesen Zustand bereits gewöhnt haben, ich müsse mir mehr zutrauen. Ich sollte auf jeden Fall jetzt begleitend und späterhin eine psychologische Therapie anfangen. (Das will ich ja auch gerne, nur besteht zur Zeit das Problem, allein dorthin und zurück unterwegs zu sein - mal schaffe ich das gut, mal nicht.

Ich musste in der letzten Vergangenheit mehrfach Termine bei der Physiotherapeutin absagen, da mir schwindlig war. Das erzeugt ja auch wieder Druck.)

Auf jeden Fall will der Arzt vom MDK meiner KK das Erfordernis einer Reha und einer weiteren psychotherapeutischen Behandlung mitteilen - jedenfalls habe ich ihn so verstanden. Jetzt bin ich mal gespannt, wie die Kasse reagieren wird.

Dass die mich behandelnden Ärzte und ich selbst natürlich am meisten ja schon so lange auf die Reha-Bewilligung durch die BfA warten (seit Januar d. J.), registrierte er nur am Rande.

Es wäre sicher noch mehr berichtenswert, aber ich war so aufgeregt - hinterher hatte ich das Gefühl, in meinen Kopf ist gähnende Leere - das Gefühl habe ich immer noch, wie ausgelaugt fühle ich mich.

Ich hoffe, ich habe nicht gänzlich falsch reagiert bei dieser Untersuchung. Einige von Euch haben solche Termine sicher auch schon hinter sich. Aus der Entfernung darüber nachgedacht, weiß man sicher vieles besser.

Erst mal danke für's "Zuhören",
viele liebe Grüße
Schnurri

 

 

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