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"sagen Sie doch einfach zu Ihrem Arzt, es ginge Ihnen wieder besser, dann hört auch die Arbeitsunfähigkeit auf, meinte die Dame von der Krankenkasse....!"

 

Nachdem die von meinem Arzt befundene Arbeitsunfähigkeit im Frühjahr vom med. Dienst der Krankenkasse einfach aufgehoben worden war, erging es mir nun wieder so schlecht, dass ich in die Klinik musste.

Nach dem Aufenthalt wollte und konnte mein Hausarzt mich so nicht wieder arbeitsfähig befinden. Es vergingen zwei Monate, als kurz vor Weihnachten meine Krankenkasse bei mir zu Hause anrief.

Sie wollten sich angeblich nach meinem Wohlbefinden erkundigen, was ich sehr rührend fand. Es war Vorweihnachtszeit, warum also nicht auch Nächstenliebe zeigen... Nach kurzer Zeit kam man aber doch auf den "Kasus Knaktus", meine wiederholte Arbeitsunfähigkeit.

Es kamen nette Ratschläge wie z. B.: "Wenn Sie wollen, dann können Sie doch bestimmt auch..." 
"Verlegen Sie doch einfach Ihren Wohnsitz in Nähe einer Arbeitsstelle, so können Sie den Weg bestimmt auch mit Schwindel schaffen..."
"wenn Sie beim nächsten Arztbesuch einfach sagen, dass es Ihnen besser geht, dann würde ja auch die Arbeitsunfähigkeit aufhören...."
"wenn Sie weiterhin krank sind, laden wir sie wieder zur Begutachtung ein, Sie wissen ja noch, wie das lief damals..."

Nach diesem Telefonat war ich ziemlich fertig mit den Nerven, denn ich fühlte mich unter Druck gesetzt und in die Enge getrieben, wie ein Tier im Käfig.
Ich sollte meinen Arzt anlügen, ihm erzählen, es würde mir besser gehen, indirekt wurde mir vorgehalten, ich würde simulieren, denn wenn ich wollte, dann könnte ich doch.
All diese Gedanken trieben mir die Zornesfalten ins Gesicht und die Adern aus dem Hals.

Ich fragte mich: Bei wem muss man sich in diesem Land entschuldigen und um Verzeihung bitten, wenn man durch eine Krankheit keine volle Leistung mehr erbringen kann....?
Warum wird man wie ein Angeklagter bei Gericht behandelt und muss sich für seine Lage ständig rechtfertigen?

Die Quittung dieser Aufregung ließ nicht lange auf sich warten. Noch in der gleichen Nacht blieb mir plötzlich das Gehör auf einer Seite weg und am Morgen hatte ich ein lautes Rauschen, was vorher nicht da war.
Das Gehör kam wieder, das Rauschen blieb - bis heute und sicherlich auch noch für länger...

Ich war weiterhin arbeitsunfähig und die angedrohte Vorladung zur Begutachtung ließ nicht lange auf sich warten.
Dieses Mal las ich mich vorher etwas in die Gesetze ein, ließ mich von einem Versichertenexperten über meine Rechte und Pflichten aufklären und ging mit diesem Rüstzeug zum Termin.
Dieses Mal verlief es besser und sogar zu meinen Gunsten.
Auch der MDK stellte eine Arbeitsunfähigkeit fest. Ich war erleichtert.
Eine Entschuldigung o. ä. für das damalige Telefonat, erfolgte von meiner Kasse natürlich nicht.
Ab dem Tag der Begutachtung ließ man mich aber dann in Ruhe.

Mitunter gibt es sicherlich auch schwarze Schafe unter den Menschen, die sich einen gelben Schein ausstellen lassen, um einfach einige Tage frei zu bekommen, daher billige ich den Kassen auch zu, solchen Dingen nachzugehen. 
Es sollte aber bei einem Fall mit mehreren Klinik- u. Arztbesuchen bei sehr langer Krankheit - nach meiner Ansicht - eigentlich klar sein, dass so ein Fall hier gar nicht vorliegen kann.

 

 

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Vorwort ] Meine Rehamaßnahme - was war Sinn, was Nutzen? ] MDK-Bericht ] [ Die Krankenkasse - mein Partner ] Gedanken in Punkto Rehaverfahren ]